Wissenswertes über Weggis, Vitznau und Greppen


Geographie

Die Gemeinde liegt direkt am Vierwaldstättersee und am Fusse der Rigi im Kanton Luzern. Die Rigi ist ein Massiv in der Zentralschweiz, das für Einheimische und Touristen sehr attraktiv für Wanderungen ist. Im Ort Weggis selbst wohnen derzeit etwa 4’400 Einwohner, von denen beinahe ein Viertel eine ausländische Staatsangehörigkeit hat. Die meisten Zuwanderer stammen aus Deutschland und Portugal. Aufgrund seiner exzellenten geographischen Lage herrscht im Dorf ein aussergewöhnlich mildes Klima. Auch Wein, Gemüse, Obst und Blumen – insbesondere Orchideen – werden hier angebaut und die Erzeugnisse unter anderem auf dem Markt in Luzern angeboten.

Weggis ist ein Ort, der zur Erholung und zum Urlaubmachen einlädt. Der Ort lebt grösstenteils vom Tourismus. Etwa 1’000’000 Touristen kommen jährlich dorthin. Die Region steht für Wellness und Erholung.

Darüber hinaus gibt es mehr als 20 Hotels und Restaurants, welche die vielen Touristen bewirten und beherbergen.

Hauptattraktionen sind der Vierwaldstättersee und die Rigi. Der See wird von Motorschiffen und Raddampfern befahren, wodurch man weitere Attraktionen der Umgebung erreicht. Die Rigi ist durch eine Luftseilbahn zu erreichen. Auf dem Bergmassiv bieten sich sportliche Aktivitäten an. Je nach Jahreszeit wird die Rigi zum Wandern oder für Wintersport genutzt. Im Sommer gibt es besondere Angebote für Kinder im Rahmen der Spielwochen. Im Dorf selbst gibt es einige Kirchen und Kapellen, die einen Besuch wert sind. Allen voran die Pfarrkirche St. Maria, deren Turm das älteste Bauwerk der Gemeinde ist.

Weggis hat nicht nur eine multikulturelle Bevölkerung. Auch die jährlichen Feste bilden die Vielfältigkeit der Gemeinde ab. Das Rosenfest ist ein Sommerfest, das am See für Unterhaltung sorgt. Zu Beginn des Jahres findet das China-Festival statt, wobei China sowohl kulinarisch als auch kulturell erlebt wird. Das riviera latina festival wird an der Seepromenade gefeiert und bringt an Pfingsten lateinamerikanischen Flair ins Dorf.

Das Heirassa-Festival steht ganz im Zeichen des Komponisten Alois Schilliger: Mehrere Dutzend Konzerte unterhalten die Gäste durch Volksmusik. Darüber hinaus gibt es ein Kurorchester, Jazz im Unterdorf und Donnerstagabend-Folklore, um nur ein paar weitere kulturelle Attraktionen zu erwähnen.

Der Ort ist hervorragend an den öffentlichen Verkehr angeschlossen. Neben der Möglichkeit, über den Seeweg an andere Ziele – beispielsweise die Stadt Luzern – zu gelangen, erreicht man regionale und überregionale Destinationen über Bus und Bahn. Auch die Strassenanbindung ist sehr gut ausgebaut. Nur zehn Kilometer sind es bis zur nächsten Anschlussstelle der Autobahn. Somit sind viele Möglichkeiten gegeben, mit einem Ausflug in der Umgebung die Attraktionen Hohle Gasse, Festung Vitznau, Klewenalp, Pilatus, Stanserhorn oder Bourbaki-Panorama in Luzern zu erkunden. Kulturbegeisterte Touristen besuchen das Regionalmuseum in Vitznau.

(Quelle: www.vierwaldstaettersee-info.de/weggis)

Geschichte

Um 800 erwarb das Kloster Pfäfers (SG) den Hof «Wattawis». Die Gemeinde war damals aber schon länger besiedelt. Der Gemeindename stammt aus dem Keltischen und bedeutet «Ort der Fährleute». Die erste urkundliche Erwähnung von Weggis unter seinem lateinischen Namen Guategisso stammt aus dem Jahre 1116, als Papst Paschalis II. dem Kloster Pfäfers seine Besitzrechte bestätigte. Die freiheitsliebenden Bewohner unterstanden einige Zeit der Herrschaft der Habsburger. Sowohl für die Klosterbrüder wie für die Habsburger übten die Herren von Hertenstein die Regentschaft aus. Doch bereits 1332 wurden Weggis und Gersau Freie Republiken und Bundesgenossen der benachbarten Urschweizer. Dieses wurde 1359 in einem Bundesbrief der Eidgenossen bestätigt. Dennoch verkauften die Herren von Hertenstein ihre Rechte im Jahr 1380 an die Stadt Luzern. Diese verwalteten Weggis bis 1798 als Teil der Landvogtei Weggis. Die Weggiser wehrten sich aber in mehreren Aufständen bis 1588 gegen die Herren von Luzern. Im Bauernkrieg von 1653 standen sie für einmal aufseiten der Herr-
schaft von Luzern. Die Gemeinde gehörte von 1798 bis 1803 zum Distrikt Luzern, danach zum neu geschaffenen Amt Luzern. 1798 wurde der Ortsteil Vitznau von Weggis abgetrennt und eine selbstständige Gemeinde. Das Fusionsprojekt der drei Luzerner Rigigemeinden Weggis, Vitznau und Greppen wurde 2005 auf unbestimmte Zeit sistiert.

(Quelle: Wikipedia)

Ortsgeschichte Vitznau

Vitznau liegt an der Rigisüdseite und am Vierwaldstättersee. Zusammen mit Weggis und Greppen gehört Vitznau zu den Luzerner Rigigemeinden, die nur über den See mit dem übrigen Kantonsgebiet verbunden sind. Die Gemeinde Vitznau grenzt an die Kantone Schwyz (Gersau, Arth) und Nidwalden (Ennetbürgen).

Die Lage an der Rigiriviera mit dem milden Klima mag zur Vermutung beigetragen haben, dass diese Gegend schon früh besiedelt war. Um dies zu untersuchen, fanden im frühen 20. Jahrhundert Ausgrabungen in der Höhle Steigelfadbalm ob Vitznau statt. Dabei wurden Knochen von Höhlenbären und Höhlenhyänen, Steinwerkzeuge und Feuerstellen gefunden. Erste menschliche Spuren stammen aus der Jungsteinzeit, eine Besiedlung wird seit der Bronzezeit vermutet.

Neben den Funden geben Dokumente Auskunft über die Vergangenheit von Vitznau. Damit findet die Ortsgeschichte im Mittelalter ihre Fortsetzung bzw. ihren Ausgangspunkt: So hält eine Urkunde von 1116 den Aussenbesitz des Klosters Pfäfers fest, zu dem auch Vitznau gehörte. Die Siedlung bildete einen Bestandteil des Amts Weggis, weshalb die Geschichte Vitznaus einige Jahrhunderte mit jener von Weggis verbunden bleibt. Das Amt Weggis stand unter der Vogteiherrschaft der Herren von Hertenstein, Habsburg-Österreich und Ramstein.

1342 Der Name Vitznau wurde erstmals ausdrücklich in einer Urkunde erwähnt.

1359 Weggis, Vitznau und Gersau schlossen sich dem Bund der vier Waldstätten an.

1378 Die Weggiser und Vitznauer kauften sich frei, aber bereits zwei Jahre später erwarb Luzern die Vogtrechte.

14.–16. Jh. Grenzstreitigkeiten mit Arth und Gersau

1674 Eine Rüfi verschüttete Teile von Vitznau, v. a. das Altdorf. Dies wurde auf einem Votivbild gezeigt, bei dem es sich um die erste Darstellung des Dorfes handelt.

1798 ff. In der Helvetik setzten zwei Prozesse ein, die bis ins 19. Jahrhundert dauerten: Vitznau löste sich von Weggis ab und die neue Einwohnergemeinde übernahm die Führung von der bisherigen Korporationsgemeinde. Die acht Bürgergeschlechter waren: Küttel, Meier, Müller, Stalder, Waldis, Weibel, Zimmermann, Zurmühle.

1891/4 Bau und Bezug des Schul- und Gemeindehauses (bis 1967)

1914 ff. Die beiden Weltkriege und die Wirtschaftskrisen bedeuteten auch für Vitznau schwierige Zeiten. Hinzu kamen immer wieder schwere Unwetter, die Felsstürze, Erdschlipfe und Überschwemmungen mit sich brachten.

1923 Erster Übersichtsplan der Gemeinde im Massstab 1:5’000

1980 ff. Vitznau erledigt mehrere Aufgaben zusammen mit Nachbargemeinden, z. B. Alters- und Pflegeheim in Weggis (1980), Abwasserreinigungsanlage in Lützelau (1981), Schutzwaldpflegegenossenschaft, Zivilschutz (2000), Feuerwehr (2003). Das Fusionsprojekt «Vereinigte Seegemeinden» (2005) wird jedoch nicht weiterverfolgt.

2005 Bildung einer politisch unabhängigen Bürgergruppe

2006 Zukunftskonferenz der Vitznauer Bevölkerung

2007 Sanierung Wilenstrasse; Bau Geschiebesammler Altdorfbach

2011 Neugestaltung Kurpark Vitznau

2012 Bezug neue Gemeindeverwaltung; Anschluss Steueramt an regionales Steueramt Weggis

2013 Neuaufbau Park Hotel Vitznau; Bezug neu renoviertes Primarschulhaus

2015 Bevölkerungsumfrage; Anschluss Betreibungsamt an regionales Betreibungsamt Weggis

2016 Schliessung Poststelle / Verlegung in Agentur

2018 Aussenrenovation römisch-katholische Kirche St. Hieronymus

(Quelle: www.vitznau.ch)

Die erste «Greppen»-Erwähnung

Am 28. Juli 1259 fand ein Handel über das Gut Reitholz in Ebikon statt. Die in Latein verfasste Urkunde (s. Bild links) nennt dreizehn Zeugen. Unter ihnen befindet sich «Henricus de Crepon», auf Deutsch «Heinrich von Greppen». Ähnliche Namen von weiteren Zeugen waren «Petrus de Sins» und «Uolricus de Criens», also ein Peter von Sins und ein Ulrich von Kriens usw. Die Landflucht ist also schon sehr alt, und die Städte-Bildung ist nichts anderes als eine Konzentration von Einwanderern aus der Landschaft. Durch die Integration schafften zahlreiche Einwanderer den Aufstieg in die Oberschicht. Als Zeugen für einen solchen Rechtsakt wurden wohl angesehene Leute beigezogen.

Man muss davon ausgehen, dass Heinrich von Greppen in Luzern nicht in erster Generation ansässig war. Möglicherweise war schon sein Vater oder ein weiterer Vorfahre von Greppen nach Luzern gezogen und bekam dort den Zunamen von Greppen, welcher sich in der Folge als Familienname auf seine Nachfahren übertrug. Im 14. Jahrhundert fanden Vertreter der Familie von Greppen öfters Erwähnungen in Urkunden, so 1302 Ar(nold) und 1307 Werner bezüglich Zeugenaussagen.

Werner wurde in der Folge öfters erwähnt, einmal als Sohn von Burkart von Greppen. 1325 erschien Burkart selbst als Zeuge und 1326 «Johans von Greppon der elter». Im ersten Luzerner Schwurbrief von 1328 befinden sich unter den 26 Ratsmitgliedern Walter und Johann von Greppen. Zwei Jahre später heissen von 36 Ratsherren deren drei «von Greppon».
So stark war keine andere Familie im Rat vertreten, so dass man davon ausgehen darf, dass die von Greppen um 1330 in der Stadt Luzern zu der einflussreichsten Oberschicht zählte. 1341 übergaben Walter von Greppen und seine Frau Benedikta ihr Gut zu «Tacenberg» (Dattenberg in Kriens) dem Kloster Rathausen. 1345 verkaufte Kathrine, die Frau des Jost von Greppen, mit einer Anzahl weiteren Anteihabern die Planggenalp in Gersau. 1346 fungierte Peter von Greppen, Bürger von Luzern, als Zeuge.

Wegen kriegerischen Ereignissen musste Luzern 1352 eine Steuer erheben. In diesem Verzeichnis trifft man Burgi, Ueli, P.(eter?) und H.(eini?) von Greppen an. Aber auch unter Meggen sind Heini und Jecli von Greppen, unter Littau Heini von Matta von Greppen.

Bald darnach stirbt der Name von Greppen aus. Das Familienwappen, ein Andreaskreuz, bildet das heutige Wappen der Gemeinde Greppen.

Literatur:
Quellenwerk zur Entstehung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (lt. Register) Historisch-Biografisches Lexikon der Schweiz, Bd. 3, S. 736
Der Geschichtsfreund Bd. 62 (1907), S. 185ff

Artikel von Josef Muheim zum 750-Jahr Jubiläum von Greppen

(Quelle: www.greppen.ch)